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Hintergrund: Franz von Assisi
Namenswahl des neuen Papstes als Zeichen an die Armen
Der neue Papst ist nicht nur der erste Nicht-Europäer auf dem Heiligen Stuhl - er wählte auch einen Papstnamen, den keiner seiner Vorgänger trug. Der argentinische Jesuit Jorge Mario Bergoglio heißt künftig Franziskus - in Erinnerung an den Bettelmönch und Begründer des Franziskaner-Ordens Franz von Assisi, der in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt wird. Die Namenswahl des neuen Papstes wird als ein deutliches Zeichen an die Armen dieser Welt verstanden.

Franz von Assisi im Diözesanmuseum in Paderborn (Quelle: dpa)
Der neue Papst Franziskus I. hat sich nach dem heiligen Franz von Assisi (1181/82-1226) benannt. Dieser Name steht für ein Leben in Armut und an der Seite der Armen. Als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers in Assisi (Mittelitalien) verzichtete Franziskus auf allen Reichtum und gründete einen Bettelorden, der eine Erneuerung der katholischen Kirche bewirkte. Papst Gregor IX. sprach ihn 1228 heilig. Aus dem Franziskaner-Orden entstanden auch die Minoriten und die Kapuziner.
Franziskus, der als Giovanni Battista Bernardone geboren wurde, war auch ein Freund der Tiere und der Umwelt. In seinem «Sonnengesang» lobte er Gott «durch Schwester Wasser», «Bruder Wind» und «Mutter Erde». In seiner «Vogelpredigt» sprach er mit Tieren. Sein Todestag 4. Oktober ist Welttierschutztag. Papst Johannes Paul II. ernannte Franziskus 1980 zum Patron des Umweltschutzes.
Die Friedensbestrebungen von Franziskus sind auch heute noch lebendig, etwa im Friedenstreffen von Assisi, zu dem Vertreter der Weltreligionen zusammenkommen.
Vor Ort
Do, 14.03.13, 11.00 Uhr
Bundespräsident Joachim Gauck lobte ebenfalls die Namenswahl des neuen Papstes: „Sie haben den Namen Franziskus gewählt, eines Heiligen, dessen Zuneigung zu den Menschen und zur Schöpfung die Gläubigen aller Konfessionen bis heute bewegt und anrührt. Franziskus ist insbesondere für seine Hinwendung zu den Armen und Schwachen Vorbild für viele.“ Die Menschen in Deutschland, besonders die katholischen Christen, sähen dem Pontifikat voller Erwartung und Sympathie entgegen, so das Staatsoberhaupt.
Mit Material von AFP, dpa und dapd
